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Kleine Reize II

Nach einer längeren physischen Krankheitsphase komme ich wieder mal dazu, hier zu bloggen. Dabei möchte ich zunächst an einen alten Artikel anschließen.

In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, wie kleine traurige Reize wie das Weinen eines Babies bei mir quasi aus dem Nichts eine depressive Phase auslösen können, obwohl es mir eine Sekunde zuvor noch sehr gut ging. Ein Aspekt ist dabei untergegangen, der mir eben schmerzlich bewusst wurde.

Denn es müssen nicht unbedingt traurige Reize sein. Auch an sich schöne Reize wie ein Lied, ein Text oder ein Foto, die mir gefallen, können ein Auslöser sein, wenn sie beispielsweise Erinnerungen an bessere Zeiten wachrufen und mir klarmachen, dass diese Zeit vorbei ist und wie schlecht es mir im Vergleich dazu jetzt geht.

Das geht sogar über Umwege. Eben habe ich einen kurzen Film über Kampfjets gesehen. Dieser Film hat spontan Assoziationen zum Film „Top Gun“ und zum Lied „Take My Breath Away“ von Berlin hervorgerufen, die ich beide sehr mag und die mich an die schönste Zeit meines Lebens, die achtziger Jahre, erinnern. Das hat mich spontan in eine depressive Stimmung versetzt.

Dabei führen solche Erinnerungen nicht immer zu einer depressiven Phase. Vielmehr schwelge ich oft darin, wenn es mir schlecht geht, und höre vor allem Musik aus dieser Zeit. Dann geht es mir meist besser. Aber dann tue ich das bewusst, damit es mir besser geht. Im oben beschriebenen Fall ist es anders. Mich überfällt diese positive Erinnerung dann ganz plötzlich und unerwartet. Das ist ähnlich wie bei den kleinen traurigen Reizen, die plötzlich kommen, nur dass hier auch plötzliche schöne Reize einen negativen Effekt haben.

Habt ihr sowas schon mal erlebt? Wie geht ihr damit um? Könnte das auch mit Hochsensibilität zusammenhängen?

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